Substantiv, feminin
Aussprache: [peˈtroːliʊmˌlampə]
Plural: Petroleumlampen
Technische Definition:
Lampe, deren Brennstoff aus Petroleum besteht; erzeugt Licht durch die Verbrennung des Dochts, der das Petroleum aus einem Vorratsbehälter aufnimmt.
Verwendung:
Vor allem im 19. und frühen 20. Jahrhundert gebräuchlich, bevor elektrische Beleuchtung weit verbreitet war. Diente in Haushalten, Werkstätten und auf Reisen als tragbare Lichtquelle.
Etymologie:
aus Petroleum (griech. pétros = Fels, élaion = Öl) und Lampe (griech. lampás = Fackel). Wörtlich: „Öl aus Stein“ – eine Flamme aus der Erde.
Eine Petroleumlampe ist kein bloßes Objekt. Sie ist das Licht der Zwischenzeit. Nicht hell wie Elektrizität, nicht wild wie Feuer. Ein Atem aus Öl, Glas und Geduld.
Ihr Schein flackert, wenn jemand vorbeigeht. Er erzählt von Arbeit, von Warten, von Geschichten, die noch keinen Namen haben.
Der Docht frisst sich ins Öl, und irgendwo zwischen Rauch und Glas beginnt Erinnerung zu leuchten.
Vor Rendjana gab es nur Petroleumlicht – Geschichten, die flackerten, bevor sie zu Sprache wurden. Der Anfang roch nach Rauch, Papier und Sehnsucht.
Denn jedes Licht beginnt als Wunde im Dunkel.