Petroleumlampe

Matrona


Nach all dem Lachen über Schlaflosigkeit, Sodbrennen und Kissenkriege bleibt am Ende eine Frage, die keine Pointe mehr braucht.

Denn jede Ironie hat eine Mutter.

Und trotz allem – trotz der Dehnungsstreifen, der Nächte mit Sodbrennen, der Tränen im Halbdunkel – wird sogar im Jahr 2025 noch gefragt, welchen großen Beitrag Frauen für die Welt leisten können.

Die Antwort ist erstaunlich einfach:

Über acht Milliarden Körper, die einmal getragen wurden.

Jede Sekunde geboren, getragen, genährt – nicht in Konferenzräumen, sondern in Körpern, die niemandem gehören und doch allen etwas schulden sollen.

Vielleicht wäre es an der Zeit, nicht mehr zu fragen, was Frauen beitragen,
sondern endlich zu begreifen, dass die Welt ohne sie längst aufgehört hätte, sich zu drehen.

Wer sagt, dass Kinder zu haben, etwas Schönes ist, hat nie erlebt, dass Kinder zu tragen das Gegenteil von schön ist.

Denn zwischen Ultraschallbild und erstem Schrei liegt ein Meer aus Müdigkeit, Schmerzen und stillen Momenten, in denen man sich fragt, ob man das überhaupt schafft.

Die Haut spannt, die Knochen tun weh, die Atmung wird schwer – und trotzdem muss man weitermachen, weil das Leben in einem keine Pause kennt.

Niemand erzählt, dass Schönheit manchmal grausam sein kann. Dass das Wunder des Lebens sich anfühlt wie ein Sturm, der den eigenen Körper umbaut, ohne zu fragen, ob er darf.

Dass Liebe in dieser Phase nicht zart ist, sondern roh, nicht leicht, sondern von Gewicht – ganz wörtlich.

Und dass man irgendwann weint, nicht aus Schmerz, sondern weil man spürt, dass man langsam verschwindet, damit jemand anderes entstehen kann.

Es ist nicht schön.
Es ist heilig, wild, unhöflich und wahr.

Manche tragen das Gewicht des Lebens wie eine Uniform.


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