Rendjana

Ein deutscher Mann kehrt nach Jahrzehnten nach Yogyakarta zurück. Begegnungen, Rituale und Erinnerungen lösen körperliche Reaktionen aus, lange bevor er versteht, was sie bedeuten. Parallel entfaltet sich das Leben anderer Figuren: eines Arztes, der Erinnerung trägt, statt sie zu lösen; eines Übersetzers, der zwischen Sprachen und Welten vermittelt; von Frauen, deren Nähe nie erklärbar, sondern gelebt wird.

Im Zentrum steht die Frage, was geschieht, wenn Liebe, Schuld und Verantwortung nicht geteilt wurden – und ob Verstehen auch dann möglich ist, wenn es zu spät kommt.

Rendjana erzählt von Beziehungen, die nicht scheitern, sondern unsichtbar bleiben, von Leben, die nebeneinander existieren, und von der schmerzhaften Erkenntnis, dass Erinnerung nicht vergeht, sondern im Körper fortlebt.

Ein stiller, vielschichtiger Roman über Fremdsein, Übersetzung und die Grenzen von Nähe.